Food for the Gods

Götter, Vorfahren und sogar Dämonen müssen genährt – und so respektiert – werden. In dem dreigeteilten Kosmos des balinesischen Hinduismus (Erde, Menschen, Himmel) muss jede Welt ihren Anteil an Aufmerksamkeit – und Essen – bekommen. Das beste Essen gibt’s in Gottes Restaurant, den Tempeln.

Aber auch überall in Denpasar /Bali auf den Strassen stehen kleine Bastkörbchen, gefüllt mit Blumen, Früchten, Keksen, Zigaretten, Münzen o.ä. Diese Opfergaben auf dem Boden sind Essen für die dämonischen Kräfte der Erde.

Ein spannender Gedanke daran – neben der Alltäglichkeit, mit der diese Opfergaben in den Strassen von Bali auftauchen – ist die Verbindung von Himmel und Erde, die mit diesen Opfergaben hergestellt wird. Sehr konkret, handfest und praktikabel.

Das ist ja ein Thema religiöser Konzepte, Himmel und Erde zu verbinden, zusammen zu halten  und zu trennen. Im Christentum haben wir die Inkarnation, das Wort ward Fleisch; wir haben Himmelfahrt und “Vater unser,  dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden.”

Ein Gedanke zu „Food for the Gods“

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