Zeit für das Wesentliche

Info-Veranstaltung im Kirchenkreis zum landeskirchlichen Prozess “Zeit für das Wesentliche – Perspektiven auf den Pfarrberuf”.
Ich schwanke zwischen Skepsis, Ironie und Hoffnung, was diesen Prozess angeht.

Fragt man 50 Gemeindeglieder dürfte man etwa ebenso viele Antworten erhalten, was das Wesentliche in der Gemeindearbeit ist:
Besuche zu Geburtstagen, Angebote für Kinder und Jugendliche, lebendige Gottesdienste, junge Familien einladen, Seelsorge, gute Musik, Meditatives, politische Gesprächsrunden, diakonische Initiativen….

Die Initiative unserer rheinischen Landeskirche trägt dies Thema nun schon seit einigen Jahren im Titel (2014). Zum einen sollen wir Pfarrerinnen und Pfarrer uns darüber klar werden, wofür wir unsere Arbeitszeit nutzen – im Absprache mit den Presbyterien. Sogar von einer Arbeitszeitvereinbarung ist die Rede, was ja die Grundfesten evangelischen Pfarrverständnisses erschüttert….

Zum anderen betrifft das natürlich die Gemeindearbeit insgesamt – Ehrenamtliche und alle Hauptamtliche eingeschlossen: was betrachten wir für unsere Gemeinde als wesentlich und wollen daran arbeiten?

Die preussisch verfasste und geordnete Ortsgemeinde, die uns allen bekannt ist und unser Bild von “Gemeinde” geprägt hat, wird sicherlich nicht das Modell der Zukunft sein.
Es ist an der Zeit, sich mutiger davon zu verabschieden, um frei zu werden für Neues.

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