Und es ward Licht

Die dunkle Jahreszeit beginnt –
also eine Lichtergeschichte in der Kinderkirche.
Mit so vielen Sternen und einem beweglichem Himmel,
der sich rauf und runter ziehen lässt.
Darauf besteht Julian:
“Der Himmel muß nach ganz oben gezogen werden.”

 

“Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern.
So sei nun Lob gesungen, dem hellen Morgenstern!
Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.”
EG 16  Jochen Klepper, 1938

 

Women of God

Verabschiedung unserer Kollegin am Sonntag aus dem Gemeindepfarrdienst.
Drei Jahre drei Pfarrerinnen in Kettwig.
Wir waren ein gutes Team.
Sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal unserer Gemeinde in der Rheinischen Landeskirche (oder sogar EKD?).
Leider von vielen Gemeindegliedern eher als Defizit wahrgenommen (“Mal wieder ein Mann wäre ja auch schön….”)

Muss an meine erste “Women of God” Erfahrung in Harrisburg denken. Drei Pfarrerinnen in einer Gemeinde – das brachte uns sogar einen Artikel in der Presse ein.

Beginners

“When you sit in the full lotus position, your left foot is on your right thigh, and your right foot is on your left thigh. The position expresses the oneness of duality: not two, and not one. ….. Our body and mind are not two and not one. …. Our body and mind are both – two and one.

In actual experience our life is not only plural, but also singular. Each one of us is not only plural, but also singular. Each one of us is both dependent and independent. ….. We die and we do not die. Some people may say that our mind or soul exists forever, and it is only our physical body which dies. But this is not exactly right, because both body and mind have their end. But at the same time it is also true that they exist eternally.”

(Seite 7/ 8 – “Zen mind, beginner’s mind”)

“We come in peace”

Ein Alien – gelandet auf dem Dachgarten des Metropolitan Museum.          Nackt. Übergroß. 5köpfig.                                                                                        Bedrohlich? Eher hilflos. Fremd. Verloren.                                                                In seinen 5 Gesichtern sind Angst und Schmerzen eingegraben.                                         “We come in peace.”

 

 

 

 

Gelandet in Manhattan bei Nacht.                                                                              Das ist Science Fiction. Eine völlig unwirkliche Stadt.                                          Nur schön. Ein Lichtermeer. Da wohnen keine Menschen.                        Vielleicht sind wir die Alien.                                                                                 Unfähig den Anderen, Fremden in Frieden zu begegnen.                                         Nur glänzende Fassade.

“We come in peace.”                                                                                     Unterwerfung? Eher ein Angebot, die ausgestreckte Hand.

 

 

 

 

Ich denke an die Engel in den biblischen Geschichten.                                    Wesen aus einer anderen Welt. Alien mit einer Botschaft an uns.

“Friede sei mit euch.”

 

(Skulpturen von Huma Bhabha (links)  “We come in peace”)

Zuhause sterben

Anruf am Vormittag.
Die 90jährige Mutter ist gestorben – ob ich vorbeikommen und die Familie beim Abschied begleiten kann.
Als ich hinkomme, sind die erwachsenen Kinder, ein Schwiegersohn und eine Nachbarin da. Kerzen stehen am Bett und ein paar Blumen.
Die Sonne durchflutet das Zimmer. Wir setzen uns um das Bett und erzählen – von den letzten Tagen, was die Mutter im Krieg erlebt hat, von ihrer ersten großen Liebe, ihren Macken.
Ich lese den Psalm 23; ja, es gab diese grünen Auen und finsteren Täler im Leben der Mutter.

Wir beten das Vater Unser; ich spreche einen Segen.
Eine schöne, ruhige Atmosphäre.

Schade, dass diese Form des Verabschiedens zuhause nicht mehr so oft stattfindet.

Erntedank mit Bruder Schildkröte und Schwester Pony

Erntedankfest: Wir sagen Gott Dank für seine gute Schöpfung –
und feiern mit Hund, Katze, Maus, Kaninchen, Schildkröte…..

Alle waren eingeladen,
ein Tier mit in den Gottesdienst zu bringen,
ebenso wie Früchte aus Feld und Garten.

Franz von Assisi nannte Tiere und Schöpfung seine Geschwister: “Schwester Wasser, Bruder Wind, Schwester Schwalbe und Bruder Wolf.” Wir leben miteinander, leben mit und von Gottes guter Schöpfung.
Es gab auch einen eigenen “Sonnengesang”
der KiGo- und KiTa-Kinder:

Gelobt seist du, Gott,
mit allen deinen Geschöpfen.
Ich danke dir, Gott, für die Sonne,
die uns warm hält und uns das Licht gibt.

Ich danke dir, Gott, für das Meer,
weil es zuhause für Hunderte von Tieren ist.
Du, Gott, hast uns ein sauberes Meer ohne Plastik gegeben.

Ich danke dir, Gott, für die Pflanzen und den Wald,
weil sie uns Sauerstoff geben
und saubere Luft zum Durchatmen schenken.

Ich danke dir, Gott, für die Bienen,
weil sie die Pflanzen bestäuben
und wir ihre Früchte essen.

Wir danken dir, Gott, für unsere Hunde, – für Boone, Resi, Jule,
und die vielen anderen Hunde, groß und klein,
denn es ist wunderbar mit ihnen zu kuscheln,
mit ihnen Ball zu spielen und in den Wald zu gehen.

Wir danken dir, Gott, für Pferde und das Pony,
weil sie uns auf sich reiten lassen.

Wir danken dir, Gott, für die Ziegen
mit ihren schönen Hörnern, die immer größer werden.
Wir danken für die Ziegeneltern, die die kleinen Ziegen erschaffen haben.

Wir danken dir, Gott, für die Schildkröten – für Henry und Rocky – mit ihrem Kreuz auf dem Rücken.
Auch sie lassen sich in der Hand halten und trotz ihres Panzers kann man mit ihnen kuscheln.

Wir danken dir, Gott, für unsre Katzen,
die schnurren und um unsre Beine streichen.
Frei und wild, aber auch anhänglich und zutraulich.

Gelobt seist du, Gott, für unsere Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt,
und vielfältige Früchte hervorbringt,
mit bunten Blumen und Kräutern.
Dank sagen wir dir, Gott, mit allen deinen Geschöpfen.

“Gott segne euch und behüte euch.
Gott, der Schöpfer allen Lebens, segne euch Tiere.
Ihr kommt zu uns als ein Segen,
gekleidet in Federn und Fell.
Begleitet uns in unserer Arbeit,
ruft uns zu spielen und auszuruhen.

Gott segne Bäume, Wald und Feld.
Gott segne und bewahre das Wasser und die Meere.
Gott segne unser Miteinander,
dass wir leben als seine Geschöpfe.”

 

Wer liest was?

Ein roter Faden, der sich durchs gemeinsame Wochenende zog, war das Erraten und Vorstellen der Lieblingsbücher:
Welcher Presbyter liest Jack London? Oder Kinderbücher, die das Thema Nazi-Deutschland behandeln? Welche Presbyterin interessiert sich für ökologische Ernährung oder wie unser Gehirn arbeitet?

Eine wunderbare Möglichkeit einander näher kennen zu lernen – und gleichzeitig herrliche neue Bücher zu entdecken.

Super Presbyterium – hier einige Köpfe und Bücher.