Organisatorisches

Immerhin ist es mir im Verlauf der Woche gelungen, einige Verwaltungsfragen zu klären. Ich bin registriert! Meine UTS Email-Adresse dauert noch 3-4 Tage, aber sie ist auf den Weg gebracht. Sie ist notwendig für alle interne Kommunikation und um eine Student ID zu bekommen (u.a. notwendig, um die Bibliothek nutzen zu können).

Ich habe es irgendwie aushandeln können, dass bei den Kursgebühren für mich eine „Ausnahme“ gemacht wird. Für den ersten belegten Kurs muss ich 600, -$ zahlen, für alle weiteren belegten Kurse nur 150, – $. Regulär ist, dass für jeden belegten Kurs 600, -$ bezahlt werden muss   (und damit ist das Union noch günstig, wie mir gesagt wird), Mein entsetztes Gesicht hat die Dekanin anscheinend erweicht.

Nächste Woche schaue ich in verschiedene Kurse rein und entscheide, welche ich dann endgültig besuche. Bis zum 18.9. muss man sich für alle Kurse registriert haben. Leider findet ein spannendes Seminar zu Kirche und Gesellschaft, das ich gerne besuchen wollte, nicht statt, da der Lehrer im Krankenhaus ist.

Orientation days at the Union Theological Seminary

Intensives  Kennenlernen und Austauschen mit 79 anderen, neuen Studierenden. Eine unglaubliche Vielfalt an Menschen, Lebens-geschichten, Religionen und Denominationen. Nach einem halben Tag bin ich „completely wiped out“.

Aishe aus Düsseldorf, geboren in der Türkei, lebt nun seit 9 Jahren in NYC.  Sie ist Muslima, macht am UTS ihren „Master of Divinity“.  Simon aus Chile, früher Katholik; Wong, methodistischer Pfarrer aus Korea. Jermaine, in einer Pentecostal Church aufgewachsen, ist jetzt überzeugter Vertreter von non-denominational churches. Und natürlich ist der „interfaith chaplain“ des UTS ein ehemaliger buddhistischer Mönch. Living Diversity!

All diese Gesichter und Gespräche schwirren mir durch den Kopf – da ist es leichter ein paar Bilder vom Gebäude ins Netz  zu stellen. 1836 gegründet, liegt der neue Campus des UTS seit 1908 -1910 am Broadway, 120th St. / Morningside Heights.

Hogwarts! Das UTS ist ein absolutes Labyrinth an Fluren, treppauf, treppab, Tunneln durch Kellergänge und abgelegenen Büroräumen in Türmen! Es wird eine Weile dauern, bis ich mich zurecht finde.  Es fehlen nur noch die schwebenden Kerzen in der social hall.

Sehr schön der Kirchraum, in dem viel mit unterschiedlichen Gottesdienstformen und Gestaltungselementen experimentiert wird. 😏  Sonntagnachmittag  gab es im grünen Innenhof  ein „cook-out“ zum Semesterbeginn.

Die Räumlichkeiten des UTS werden immer wieder für Filmaufnahmen vermietet, – was für den Studienbetrieb eher schwierig ist, aber eine wichtige Einnahmequelle  fürs finanziell klamme UTS darstellt. Im vergangenen Jahr machte das UTS damit 400.000 $.

Zimmer mit Aussicht

Hier werde ich die nächsten Monate wohnen. Nachdem Lutz und Luis  Samstag zurückgeflogen sind, habe ich mein Quartier bei Max bezogen. Mein Zimmer ist grösser als erhofft und erwartet! Herrlich geräumig für New Yorker Verhältnisse.     (3×4 m)

21. Stock…. etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Aber mit beeindruckendem Ausblick – auf den Hudson und Riverside Park. Das  „Union“ ist um die Ecke, 5 min Fußweg.                                        Die U-Bahn kommt hier aus dem Tunnel und ist „gut“ zu hören. 😨

Gehe nachher mit Max, meinem Gastgeber, zum Gottesdienst. „African American Church around the corner – to have something familiar.“ Bin gespannt, wie „familiar“ das für mich wird 😶.

Und noch eine Woche Ferien …….

…..an der Küste  Neuenglands – mit Pilgrim Fathers, Sonnenfinsternis, Stränden und weissen Haien – und klaren Worten.

„Mr. Trump’s behavior has been, frankly, out of control. He has far from proven himself worthy to lead this great and precious nation. …. I respect the office of the president, but not the man who occupies it….Therefore, should I ever find myself in the presence of Donald Trump, I will literally turn my back on him… The dignity of the office must be restored….“

Halbseitige  Anzeige in „The New York Times“, August 23rd          turnyourbacks.org

Sonntagmorgen

Hupen, Rufe, scheppernde air condition, heulende Sirenen, quietschende Metro, Menschen, Menschen, Bildschirme mit news von NBC und  NYC broadcast  – der Kontrast der letzten Tage zu diesem Morgen am Meer könnte nicht größer sein.

„Mein ist die Sonne, mein ist der Morgen. Glanz der zu mir von Eden aufbricht. Dank überschwenglich, Dank Gott am Morgen. Wiedererschaffen grüsst uns sein Licht.“   EG 450 oder 455 😉

Lap Swim Program

Wer hätte das gedacht. Ehe wir uns versehen, sind wir  Teilnehmer am NYC Lap Swim Program geworden. Damit wir morgens ein paar Bahnen in dem nahe gelegenen Freibad schwimmen dürfen, mussten wir uns für das Lap Swim Program registrieren lassen – mit Ausweis.  (Vor der Arbeit soll geschwommen werden – zwischen 7 – 8.30 h – ansonsten öffnet  das Bad erst um 11 h. Die ganze Aktion  dauert bis zum Labour Day.)

In diesen heissen, schwülen Tagen ist es ein Genuss, morgens in den „Hamilton Fishpool“ einzutauchen . Eintritt frei. Aber das Schloß für das Kleiderfach ist selbst mitzubringen.

American Parade

Erste Eindrücke … noch als Touristin unterwegs.

Charlottesville/Virginia und Trumps Schweigen zum rechten Terror ist in allen Medien. Obama zitiert Nelson Mandela: „Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch  lernen zu lieben.“